Steven Pippin
No Flash Photography
13. März 2020 - 20. Juni 2020
Der britische Künstler Steven Pippin arbeitet mit umgebauten oder improvisierten fotografischen Geräten und kinetischen Skulpturen. Er gilt als Melancholiker unter den Medienkünstlern. Gerade weil er für seine Objekte und Installationen nicht den aktuellen Stand der Technik benutzt, gelingt es ihm, die sentimentalen Hoffnungen, die einmal in Fotografie und Fernsehen gesetzt wurden, für einen Moment aufblitzen zu lassen. Schon zu Beginn von Pippins Werk basierten seine Arbeiten auf dem Umbau von Möbeln und Alltagsgegenständen in provisorische Lochkameras, mit denen atmosphärische Fotos entstanden. Pippins Werke erfordern meist einen erheblichen Aufwand, um die praktischen Probleme des geplanten Objekts zu bewältigen. Die Erarbeitung der Motive erfordert neben einem langen Planungsprozess diverse Konstruktionen. Häufig werden die daraus resultierenden Fotografien durch die Art ihrer Technik verzerrt oder auf andere Weise beeinträchtigt. Diese Unvollkommenheiten sind wesentliches Merkmal der Bilder, da sie zum Objekt in Verbindung stehen. Die Fotos werden dann neben dem umgebauten Objekt präsentiert.

Steven Pippins Werke wurden in zahlreichen Museen gezeigt, darunter in Einzelausstellungen im Centre Pompidou, Paris und in der Tate Modern in London. 1999 wurde Pippin für den Turner-Preis nominiert.